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Call the doctor! Mind control is on.

Gedankenkontrolle mit Skalarwellen.

(scroll down for english version)

So schnell kanns gehen, und schon findet sich das nächste interessante Aluhut-Geschwurbel auf meinem Schreibtisch.

Heute auf der Speisekarte – Skalarwellen und Gedankenkontrolle.

Wenn man sich durch die finstereren Seiten des Internets klickt findet man da eine Menge beunruhigender Sachen. Skalarwellen, erzeugt durch Handys und elektronische Gerätschaften, die dazu verwendet werden, unsere Gedanken und unser Verhalten zu kontrollieren.

Eine schnelle Google-Suche bringt eine Menge dieser Quellen zutage – nehmt diese hier mal als eine von vielen, ich bin sicher, mit ein bisschen Enthusiasmus finden sich noch ein paar mehr.

Also schauen wir uns das ganze doch mal an.

Konzentration bitte – das hier wird dauern…

Zunächst und zuvorderst mal:

Was sind Skalarwellen?

Der obere Artikel schweigt sich über den direkten Sachbezug aus, was mit den ominösen Skalarwellen gemeint ist, aber da die obige Quelle sich auf Nicola Tesla bezieht, führt eine kurze Recherche relativ schnell zu den Theorien von Professor Konstantin Meyl, der an der Fachhochschule Furtwangen im Fachbereich Elektrotechnik lehrt.

Hier werden als Skalarwellen Wellen bezeichnet, die im Gegensatz zu normalen elektromagnetischen Wellen keine transversalen, sondern vielmehr rein elektrische (ohne den Magnetismus) longitudinale Wellen sind.

Wir befinden uns also im Bereich der Elektrotechnik. Mein Lieblingsthema. Super. Fand ich schon im Studium ganz toll.

Na gut. Es hilft ja nix. Fangen wir an.

Und zwar hiermit:

Was sind longitudinale und transversale Wellen?

Wellen können grundsätzlich in zwei verschiedene Typen eingeteilt werden.

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit ist die Richtung, in die sich eine Welle bewegt.

Die Schwingungsrichtung ist die Richtung, in der sich die periodische Bewegung, die eine Welle ausmacht, bewegt.

Bei einer Welle, die sich auf einen Strand aufläuft, ist die Ausbreitungsrichtung also „Richtung Strand“, während die Schwingungsrichtung „senkrecht zur Wasseroberfläche ist“.

Longitudinalwellen sind Wellen, bei denen die Schwingungsrichtung parallel zur Ausbreitungsrichtung verläuft:

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(Quelle: Wikipedia)

Ein Beispiel ist hier die Ausbreitung von Schall in Luft.

Transversalwellen sind Wellen, bei denen die Schwingungsrichtung senkrecht zur Ausbreitung verläuft.

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(Quelle: Wikipedia)

Um mich hier um die elektromagnetischen Wellen zu drücken, um die es sowieso im Rest des Artikels geht, nenne ich hier mal als Beispiel Wasserwellen in einem stillen See (also ohne Strömung)

Hiermit kommen wir zum nächsten Schritt

Was ist eine elektromagnetische Welle?

Eine elektromagnetische Welle ist eine Welle, die durch eine Schwingung eines elektrischen und dazugehörigen magnetischen Feldes entsteht.

Zu elektromagnetischen Wellen gehören Funk- und Radiowellen ebenso wie zum Beispiel Licht.

In der überwiegenden Zahl der Fälle ist eine elektromagnetische Welle eine reine Transversalwelle (also: Schwingungsrichtung senkrecht zur Ausbreitungsrichtung), bei der elektrisches und magnetisches Feld senkrecht zueinander schwingen.

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(Quelle: Wikipedia)

Elektrisches und magnetisches Feld bedingen einander und rufen einander hervor.

Mathematisch ergibt sich die Beschreibung der elektromagnetischen Wellen aus den Maxwellgleichungen, die in der heutigen Wissenschaft als die fundamentalen Gleichungen der Elektrodynamik bekannt sind.

Detailliertere Betrachtungen der Maxwell-Gleichungen zeigen jedoch, dass die Maxwellgleichungen selbst je nach Rahmenbedingungen durchaus sowohl longitudinale als auch transversale Lösungen erlauben – die allgemein bekannte Beschreibung elektromagnetischer Wellen als reine Transversalwellen ist in der real beobachteten Welt der Normalfall – Longitudinalwellen sind jedoch, bei entsprechender Grundvoraussetzung, auch in den klassischen Maxwellgleichungen nicht verboten.

Das bekannteste Beispiel findet sich in Plasmen, wo eine große Zahl freier Ladungsträger auftritt.

Das ist relativ wichtig, weil hier durchaus schon in der heute bekannten Physik unter sehr bestimmten Umständen die Möglichkeit zu longitudinalen Wellen gegeben ist.

Konstantin Meyl und seine Theorie

Konstantin Meyl wird landläufig als der „Entdecker“ der Skalarwellen bezeichnet.

Der Professor am Fachbereich für Leistungselektronik der Hochschule Furtwangen nimmt für sich in Anspruch, eine neue Formulierung der Grundgleichungen der Elektrodynamik gefunden zu haben, aus der unter anderem die Existenz von Skalarwellen unmittelbar hervor gehe.

Skalarwellen sind nur ein Teil seiner insgesamt ziemlich abgedrehten Theorien, die unter anderem versuchen, eine vollkommene Dualität zwischen elektrischen und magnetischen Feldern herzustellen.

Er behauptet, die Maxwellgleichungen seien nur Spezialfälle der fundamentalen Gleichungen

E=v x B

und

H = v x D

und nimmt diese beiden Gleichungen als Grundlage für alle weiteren Überlegungen.

Aus Skalarwellen zieht er unter anderem die Schlussfolgerungen:

  • Skalarwellen sind reine elektrische (oder magnetische) Wellen
  • Skalarwellen erlauben eine Rückwirkung vom Empfänger auf den Sender
  • Skalarwellen erlauben eine Ausbreitungsgeschwindigkeit schneller als Licht
  • Skalarwellen erlauben eine verlustfreie Übertragung von Sender zu Empfänger, wenn sich beide in Resonanz befinden (dies ist übrigens keine direkte Schlussfolgerung aus dem longitudinalen Charakter!)
  • Wenn sich die Skalarwelle jetzt in Resonanz mit einem biologischen Empfänger befindet, würde dort also eine vollständige Übertragung stattfinden
  • Bisherige Abschirmungen funktionieren nicht oder nicht so gut auf transversalen Wellen
  • Es ist möglich, durch eine resonante Abschirmung Skalarwellen selektiert abzusaugen.

Rezeption der Theorie

Ich will mich hier jetzt nicht in die absoluten Tiefen der Meylschen Theorien verlieren. Es gibt allerdings eine Reihe von Arbeiten die sich kritisch mit seinen Theorien auseinandersetzen (inklusive an seiner eigenen Alma Mater). Ich versuche mich hier auf Links zu beschränken, deren Urheber ich ziemlich zweifelsfrei zuordnen kann – gefunden habe ich noch deutlich mehr.

http://www.mathematik.tu-darmstadt.de/~bruhn/Skalar_oder_Longitudinal.htm

http://www.mathematik.tu-darmstadt.de/%7Ebruhn/NET-Journal-Kommentar.doc

http://www.df0sa.de/cms/upload/ov_intern/dokumente/Betrachtung_Theorien_Meyl_NL_01-04d1.pdf

http://webuser.hs-furtwangen.de/~kuehlke/comments/skalarwellen_spekulation.htm

Ich selbst habe mich mal durch Teile seiner Theorien durchgelesen, und wenn ich ehrlich bin, kommt mir das ganze ein bisschen vor wie die schönen Beweise dass 1=-1 oder 1=2 ist

Da wird lustig hin und her gerechnet, an einer Stelle eine nicht erlaubte Operation eingeführt, und schwupps haben wir ein neues Ergebnis, das der Anschauung absolut widerspricht. Den Fehler darin zu finden ist aber tatsächlich nicht immer so einfach (ich gebe zu im Beispiel habe ich an dem 1=-1 grade auch eine Weile herumgeknackt).

Am Ende läuft es auf ein paar grundlegende Gedanken heraus, die ich aus den Artikeln, die ich gelesen habe, zusammenfasse:

  • Meyl baut in seine Herleitungen immer wieder im Rahmen der Vektoranalysis unzulässige Operationen ein. Das ist insbesondere deshalb eher unschön, weil seine Rechnung mehr oder weniger alles ist, was er an Nachweis hat.
  • Er deklariert Vereinfachungen zu allgemeinen Fällen und vergisst unterwegs bisweilen welche Annahmen er schon getroffen hat
  • Er widerspricht sich gerne und häufig. Mit ein bisschen Spitzfindigkeit kann man den transversalen Charakter einer elektromagnetischen Welle sogar direkt aus den Meylschen Fundamentalgleichungen ableiten.

Fazit – die Theorie Meyls zeigt eine Reihe von Widersprüchen und mindestens mal exotischen mathematischen Operationen, die die Schlussfolgerungen infrage stellen.

Meyl und die Experimente

Im Gegensatz zur Theorie der Skalarwellen, über die es eine große Bandbreite verschieden aufgenommener Literatur gibt, wird über den experimentellen Nachweis deutlich weniger geredet. Prinzipiell finde ich zwei experimentelle Auseinandersetzungen mit Skalarwellen (in direkter oder indirekter Form.

  1. Nikola Tesla:

Meyl behauptet sehr gern, die Skalarwellen basierten auf historischen Experimenten und Nachweisen, die bereits Nikola Tesla um 1900 durchgeführt hat.

Tesla hat in der Tat darüber spekuliert, das damals landläufig als Äther bezeichnete, theoretische Medium das als Ausbreitungsmedium für Licht (und somit elektromagnetische Wellen) dienen sollte, zu nutzen, um die Transmission von elektromagnetischen Wellen zu verstärken. (Heutzutage ist das theoretische Konstrukt des Äthers von der Wissenschaft als unzutreffend verworfen – elektromagnetische Wellen benötigen kein Trägermaterial)

Gleichzeitig postulierte er, dass ein Sender und Empfänger, die in perfekter Resonanz zueinander sind, auf diese Weise eine Übertragungseffizienz von 100% erreichen sollte.

Tesla stellte eine Reihe von Experimenten an, um diese These nachzuweisen und reichte auch einige Patente zu diesem Thema ein (e.g. https://www.google.com/patents/US645576?hl=de).

Es ist allerdings kein belastbarer experimenteller Beweis vorhanden, dass eine derartig effiziente resonante Übertragung gelungen sein soll. Als relativ gesichert kann angenommen werden, dass Tesla eine Fernübertragung gelungen ist, er selbst sieht nach entsprechenden Experimenten jedoch den Grund für diese Übertragung in der elektrostatischen Aufladung der Erde.

Diese elektrostatische Aufladung der Erde ist auch heute gut nachgewiesen und ist eine deutlich wahrscheinlichere Erklärung für Teslas Experimente. Von einer Übertragungseffizienz von 100% ist nirgendwo die Rede.

Hierzu sollte auch noch gesagt werden: Teslas Experimente waren im allgemeinen der Erkenntnis der Wissenschaft zu seiner Zeit deutlich voraus. Mit anderen Worten, für viele Dinge die er zu erreichen versuchte, fehlten ihm die theoretischen Grundlagen und eine systematische, korrekt aufgebaute Theorie der Elektrizität, die in etwa gleichzeitig mit seinen Experimenten entwickelt wurde. Von longitudinalen Wellen spricht Tesla übrigens nicht.

  1. Meyls Experimentierbaukästen

Konstantin Meyl vertreibt auf seiner Seite eine Reihe von Experimentierbaukästen, für eine bemerkenswerte Menge Geld mit der sich der Nachweis von Skalarwellen „ganz einfach“ vollführen lässt. Ich habe mir diese Experimentierbaukästen nicht näher angeschaut (so viel Geld will ich der Sache dann doch nicht widmen), aber keine seriöse Publikation oder Zweitmeinung gefunden, die Ergebnisse und Schlussfolgerungen Meyls bestätigen.

Und das wars tatsächlich schon.

Ganz ehrlich gesprochen ist mir das als experimenteller Nachweis für eine bahnbrechende Theorie ein bisschen dünn. Natürlich gibt es eine Reihe von Theorien die noch nicht, oder erst sehr viel später experimentell nachgewiesen wurden (Higgs-Boson, Stringtheorie

…) aber hier gibt es einen fundamentalen Unterschied:

All diese Theorien beantworten eine bislang ungeklärte Frage der Physik:

Die Stringtheorie ist im Rahmen des Versuches zu sehen, die vier großen Wechselwirkungen der Physik (starke, schwache, Gravitation, elektromagnetisch) zu einer geschlossenen Beschreibung zusammen zu fassen.

Das Higgs-Boson wurde aus der Symmetrie des Standardmodells der Teilchenphysik postuliert und mittlerweile mit hoher Wahrscheinlichkeit experimentell nachgewiesen

Bei Meyls Theorie ist das allerdings anders. Sie addressiert weder ein bis heute ungeklärtes experimentelles Phänomen (den Nachweis eines Phänomens, das nur durch seine, nicht aber durch die klassische Elektrodynamik erklärt werden kann, ist Meyl bisher schuldig geblieben), noch löst sie eine theoretische Kontroverse auf.

Sie stellt schlicht und ergreifend eine Rechnerei und Umformulierung dar, deren Ursprung allein im Gutdünken des Erfinders zu liegen scheint.

Das ist nach wissenschaftlicher Praxis für eine ernstzunehmende Theorie leider ein bisschen dünn.

Ein bisschen gesunder Menschenverstand zwischendrin:

Fassen wir also mal zusammen:

Meyl formuliert die Gleichungen der Elektrodynamik um und behauptet, eine ganz neue Theorie gefunden zu haben

Diese Theorie löst eine ganze Menge Probleme, spielt aber gleichzeitig sehr leicht in die menschliche Technologieangst.

Diese Theorie wird in einer Zahl von Büchern, aber so weit ich das recherchieren konnte in keiner einzigen Zeitung veröffentlicht, die einer „Peer Review“ unterliegt, also einer Beurteilung durch wissenschaftliche Kollegen auf dem gleichen Fachgebiet.

Es gibt von verschiedener Seite signifikante Kritik an Meyls Methoden, die zu entkräften ihm nicht gelingt.

Die historischen Referenzen, die er angibt, sind freundlich gesagt nicht eindeutig.

Es gelingt weder ihm noch jemand anderem ein bestätigter experimenteller Nachweis der sich nicht durch andere, klassisch bekannte Phänomene erklären lässt.

Es gibt allerdings unglaublich teure Experimentiersets und Abschirmvorrichtungen die Meyl (oder jemand in seinem Namen – die Homepage verlinkt das nur) vertreibt.

Kommt das nur mir seltsam vor…?

Aber vielleicht will die Wissenschaft das nur nicht hören?

Dazu mal ein paar Worte zum Thema „die Wissenschaft“ von jemandem, der da mal gearbeitet hat.

Erstens: Es gibt „die Wissenschaft“ nicht. Wenn etwas sicher ist, dann der Streit unter Wissenschaftlern über nicht tausendprozentig gesicherte und nachgewiesene Dinge. Die Wissenschaft als eine homogene Gruppe zu sehen ist einfach so nicht richtig.

Zweitens: Mag sein dass Theoretiker ihre Theorien nicht gerne widerlegt sehen – aber es gibt nichts spannenderes für einen Experimentator, als eine neue, tolle Theorie tatsächlich bewiesen zu sehen.

Drittens: Die meisten Forscher, gerade in den Naturwissenschaften, sind in ihrer Forschung doch noch zu einem großen Teil frei. Dass keiner von ihnen sich jemals hingesetzt und den gar nicht so komplexen Aufbau nachgebaut hat ist ein recht deutlicher Hinweis darauf dass das keiner ernstgenommen hat. Dass das Gros der Forscher sich einer solchen Theorie nicht widmen wollte – geschenkt. Aber dass wirklich niemand etwas dazu publiziert hat, ist doch schon relativ deutlich.

Viertens: Noch mal. Wenn Meyl recht hätte, dann gäbe es neben den lästigen Mobilfunkstrahlen eine ganze Menge wirtschaftlich unglaublich interessanter Konsequenzen. Da wäre eine Menge Geld mit zu machen. Ich persönlich würde ja vermuten – wenn man mit einem schon vor hundert Jahren experimentell realisierten Aufbau eine Menge Kohle machen könnte, hätte das irgendwer irgendwann mal versucht.

Außer Meyl mit seinen Baukästen, meine ich…

Aber was wäre wenn….?

Nun gut. Setzen wir der Diskussion willen mal den Aluhut auf und schauen wo wir damit hinkommen.

Gehen wir also davon aus, die Meylschen Skalarwellen wären real.

Können wir dann mit Handys Gedanken beeinflussen?

Okay, hier wird’s interessant. Der Gedanke ist ja: Ein Sender sendet ein Signal aus, das sich dann in Resonanz mit dem menschlichen Gehirn bringt und irgend etwas bewirkt. Gedankenkontrolle, oder wegen mir Schädigung.

Interessanter Gedanke. An derlei Dingen wird tatsächlich geforscht, mit ganz normal klassischen transversalen Wellen.(https://de.wikipedia.org/wiki/Elektroenzephalografie, https://de.wikipedia.org/wiki/Brain-Computer-Interface)

Tatsächlich gibt es schon Geräte, mit deren Hilfe beispielsweise gelähmte Menschen mit ihrer Aussenwelt kommunizieren können. Umgekehrt – Beeinflussung von Gedanken mittels elektromagnetischer Wellen wird zwar seit den Achtzigern immer wieder versucht, es gibt auch kommerzielle Geräte, die bestimmte Effekte angeblich hervorrufen, auch hier ist das Ergebnis aber sehr unspezifisch, umstritten und wissenschaftlich unsauber dokumentiert.

Für einen sehr sensitiven Effekt müssen Geräte immer auf die jeweilige Person angepasst werden. Es gibt nicht eine Frequenz, die bei allen Menschen dasselbe auslöst. Dementsprechend – bei kommerziell erworbenen Handys oder anderen elektronischen Geräten ist eine Gedankenkontrolle da wohl eher nicht möglich.

Wenn jemand allerdings vor dem Kauf eines Geräts von dir ein detailliertes Elektroenzephalogramm verlangt, würde ich vielleicht mißtrauisch werden…

Fazit:

Das ganze Thema strotzt vor dem was ich als „gefährliches Halbwissen“ bezeichnen würde. Nicht ganz falsch, aber auch sicherlich nicht richtig. Viele halb verstandene Dinge, zusammengemengt zu einer Geschichte an der am Ende nicht mehr so viel stimmt.

Ich würde mir jetzt erstmal keine Sorgen wegen hypothetischer, mathematisch falsch hergeleiteter, experimentell nicht nachgewiesener Wellen machen, die im Zweifel am Gehirn auch nicht viel ausrichten könnten, wenn sie denn existieren würden was sie wohl eher nicht tun.

Die gute Nachricht ist aber: FALLS sie existieren, könnte ein Aluhut vielleicht tatsächlich helfen…

 


Call the doctor! Mind control is on.

Mind control with scalar waves

This is how things go – and there’s the next alumium hat story on my desk.

Today’s menu: Scalar waves and mind controls

If you wander through the dark realms of the internet, you will find any number of disquieting things. Skalar waves, created by cell phones and electronic devices, are used to control our thoughts and behaviour.

A quick google search brings out any number of sources – take this one as one of many, I am sure, with some enthusiasm, you will find some more.

(I have to apologize, by the way. This article was first written in german, so most of the references are german, and I did not find good english references for all of my points…)

So lets look at it in more detail.

Brace yourself. We’ll be here for a while.

What are scalar waves?

Many of the articles do not quite quote the origin of the story (and this article in english even gets the origin of things terribly wrong but never mind… go to the german one for something slightly more coherent, though not any more right…), but since the articles quote Nicola Tesla, a short research quickly leads to the theories of Professor Konstantin Meyl, a teacher in the department of electrotec at the university of Furtwangen.

Here scalar waves are waves that, in contrary to normal electromagnetic waves, are no transversal, but rather pure electric (without magnetic) longitudinal waves.

So. Electrotec. My favourite topic. Great. Loved it at university already.

Well. What can be done? Let’s get rolling.

What are longitudinal and transversal waves?

Waves can be distinguished into two different fundamental types:

The direction of the travel of the wave needs to be looked at in comparison to the direction of the oscillation of the wave.

Take the example of a wave hitting a beach. The direction of travel is „towards the beach“, while the direction of oscillation is „perpendicular to the water surface“.

Longitudinal waves are waves where the oscillation is parallel to the direction of travel:

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(Source= Wikipedia)

An example would be the propagation of sound in air.

Transversal waves are waves where the oscillation is perpendicular to the direction of travel.

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(Source= Wikipedia)

To avoid the electromagnetic waves (about which I’ll be speaking for the rest of this) I’ll give the example of water waves in a still pond.

So, lets go to the next step

What is an electromagnetic wave?

An electromagnetic wave is a wave that consists of oscillations of an electric and a corresponding magnetic field.

Examples are radio waves as well as light.

In the overwhelming amount of cases, an electromagnetic wave is a pure transversal wave (so oscillation perpendicular to propagation), where electric and magnetic fields oscillate perpendicularly to each other.

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(Source: Wikipedia)

Electric and magnetic field are connected and bring forth each other.

Mathematically, electromagnetic waves are described via the Maxwell Equations, which are known today as the fundamental equations of electrodynamics.

More detailled work on the Maxwell Equations, however, show, that the equations themselves allow longitudinal and transversal solutions depending on the boundary conditions – the known observation of electromagnetic waves as pure transversal waves is the normal case in our everyday world – longitudinal waves, however, are not forbidden by Maxwell if the boundary conditions are chosen correctly.

The best known examples can be found in plasma, where there are many free charge carriers.

That’s quite important, since also today’s physics allows longitudinal waves under certain conditions.

Konstantin Meyl and his theory

Konstantin Meyl is often called the „discoverer“ of the scalar waves.

The professor in the department of power electronics at the Hochschule Furtwangen claims to have found a new formulation of the fundamental equations of electrodynamics, that also immediately leads to the presence of scalar waves.

Scalar waves are only a part of his quite freaky theories, which, among other things, try to establish a full duality between electric and magnetic fields.

He claims, Maxwell’s equations to be only special cases of the more fundamental equations

E=v x B

and

H = v x D

and takes these as a starting point for all deductions.

According to him, scalar waves have among others the following consequences:

  • Scalar waves are pure electric (or magnetic) waves
  • Scalar waves allow backtalk from receiver to sender
  • Scalar waves allow progression faster than the speed of light
  • Scalar waves allow 100% efficiency of transmission from sender to receiver (by the way, this is not a direct consequence of the longitudinal character)
  • If a scalar wave now is in resonance with a biological receiver, there would be a perfect transmisson.
  • Nowadays’ shielding doesn’t work or doesn’t work that well on scalar waves
  • It is possible to suck up scalar waves by resonant shielding.

Reception of the theory

I don’t want to go into the ultimate depths of the theories of Meyl. However, there are a number of works that critically examine the theories (including at his own university). I try to restrict myself to links where I can assign the originator without doubt – I did find quite some more:

http://www.mathematik.tu-darmstadt.de/~bruhn/Skalar_oder_Longitudinal.htm

http://www.mathematik.tu-darmstadt.de/%7Ebruhn/NET-Journal-Kommentar.doc

http://www.df0sa.de/cms/upload/ov_intern/dokumente/Betrachtung_Theorien_Meyl_NL_01-04d1.pdf

http://webuser.hs-furtwangen.de/~kuehlke/comments/skalarwellen_spekulation.htm

I have read through parts of his theory and, to be honest, it seems to me a little like the funny proofs of 1=-1 or 1=2.

You calculate from here to there, make a non allowed operation in one step and huzzah – here we have a new result that defies the understanding. To find the mistake is not always easy (I’ll admit I took a moment for getting the 1=-1 thing).

In the end, it boils down to a few fundamental thoughts that I summarize from the articles I read

  • Meyl consistently uses operations that are not allowed in the framework of vector analysis. This is especially nasty, since calculations are more or less all the proof he has.
  • He declares special cases to general cases and occasionally forgets the approximations he has done
  • He contradicts himself often and with apparent pleasure. With a bit of nastiness, we can even deduct the transversal character of an electromagnetic wave from Meyl’s fundamental equations.

As a summary:

Meyl’s theory shows a number of contradictions and at least exotic mathematic operations that put in question his conclusions.

Meyl and the experiments

In contrast to the scalar wave theory, where there is a lot of varying literature, the experimental proof is much less talked about. In principle I find two experimental works with respect to scalar waves (directly or indirectly):

  1. Nikola Tesla:

Meyl likes to say, that the scalar waves are based on historic experiments made by Nikola Tesla around 1900.

Indeed, Tesla speculated that what then was called Aether (a theoretic medium postulated as the medium light travels in) could be used to enhance the transmission of electromagnetic waves. (Today, science has discarded the theoretical construct of aether as incorrect – there is no carrier medium for electromagnetic waves).

At the same time, he postulated that a sender and receiver, in perfect resonance to each other, should allow a transmission efficiency of 100%.

Tesla made a number of experiments to prove this thesis and handed in a few patents as well.(e.g. https://www.google.com/patents/US645576?hl=de).

However, he did not achieve a reliable experimental proof that such a resonant transmission was done. It can be said with relative certainty that Tesla managed some sort of transmission, but he himself later thought, this was due to electrostatic charge of the earth.

This electrostatic charge is well documented today and a much more likely explanation for Tesla’s results. However, in this context, nobody speaks of a transmission efficiency of 100%.

One word to the side: Tesla’s experiments were in parts ahead of the state of knowledge of science in his days. In other words, for many things he tried to achieve, he did not have the basics or a systematically constructed theory of electricity, which was developed somewhat in parallel to his experiments. By the way, Tesla does not speak of longitudinal waves.

  1. Meyls Experiments

Konstantin Meyl sells on his website a number of experimental sets for a significant amount of money (http://www.k-meyl.de/xt_shop/index.php?cat=c5_Sets—Geraete.html&XTCsid=6c4b21b179e310c6407426ed4c36a405) with which the proof of scalar waves can be done „very easily“. I have not looked at them in detail (that’s too much money for me for such a ruse), but I found no serious publication or second opinion confirming Meyl’s conclusion.

And that’s it.

To be honest, to me that’s a little thin as experimental proof for a groundbreaking theory.

Of course there are a number of theories not yet, or much later proven experimentally (Higgs Boson, String theory), but there’s a fundamental difference.

All of those theories answer a physics question previously unsolved.

String theory is a good candidate for the attempt to combine the four big interactions of physics (strong, weak, gravity, electromagnetic) to one theory.

The Higgs Boson was postulated from the symmetry of the standard model of particle physics and today is most probably proven experimentally

With Meyl, it’s diffferent, though. He neither addresses an unsolved experimental issues (up to this day, he owes us to show a phenomenom that cannot be explained via classic electrodynamic), nor does he solve a theoretical controversy.

He simply calculates and reformulates, the origin of this being simply the will of the discoverer.

That, taking into account good scientific practice, is too little for a theory that wants to be taken seriously.

In between all the physics, a bit of common sense:

Let’s summarize:

Meyl reformulates electrodynamics and claims to have found a new theory.

This theory solves a number of problems (energy conservation…), however, easily plays into man’s fear of technology.

The theory is published in a number of books, but as far as I can see, not in a single newspaper under „peer review“, thus under review by scientists in teh same field.

There is significant criticism about Meyl’s method, that he doesn’t succeed to dispell.

The historic references he gives are, friendly spoken, not clear.

Neither he nor others give experimental evidence that cannot be explained by other physics phenomena.

However, there are very expensive experimental sets and shielding devices which Meyl (or someone in his name) sells.

Am I the only one who thinks that’s odd…?

But maybe the scientific community just doesn’t want too hear?

A few words on science by a former scientist.

First: There is no such thing as „the scientific community“. If something is a given, then that scientists will quarrel, as long as something is not totally and absolutely fixed and proven. Scientists are not a homogeneous group.

Second: Maybe theoreticians don’t want to see their theories disproven – but experimentalists love nothing if not to disprove a theoretician.

Third: Most researchers, especially in sciences, are still relatively free in their research. That none of them ever sat down to reconstruct a not-so-complex setup is a good hint it’s not worth it. I wouldn’t say anything if a majority ignored it, but that no one took it up is quite a sign.

Fourth: Again. If Meyl were right, then, apart from the nasty mobile radiation, there would be a number of economically very interesting consequences. You could make buckets of money with that. Personally I’d expect – if you could make buckets of money on a setup more than 100 years old, someone would have tried.

Except for Meyl, of course.

But what if….?

All right. For argument’s sake. Let’s put on the aluminium hat and see where this goes.

Let’s assume scalar waves exist.

Can then cell phones influence our thoughts?

Okay. This is interesting. The thought apparently is: A sender sends a signal that is in resonance with the human brain and does something. Mind control. Damage.

Interesting thought. Indeed, there is research done in this field, with normal, classic, transversal waves.

https://en.wikipedia.org/wiki/Electroencephalography

https://en.wikipedia.org/wiki/Brain%E2%80%93computer_interface

Indeed, today, there are devices with which paralyzed people can communicate with their surroundings. On the other hand – it has been tried since the eighties to influence thoughts with electromagnetic waves, but results are unspecific, inconclusive and scientifically badly documented.

For a very sensitive effect, the devices have to be adapted to the persn. There is not one frequency that does the same in all humans. So – if you buy electronic devices or cell phones, mind control is probably not possible.

However, if someone wants a detailled electroencephalogrammetry of you when you want to buy a cell phone – I’d probably get suspicious…

As a conclusion

The whole topic is full of what I’d call „dangerous half knowledge“. Not quite wrong, but certainly not right. Many half understood things, mixed to a story that in the end is wrong.

So I wouldn’t worry about hypothetic, mathematically wrongly deduced, experimentally not proven waves that, in case of doubt, wouldn’t do much to your brain, if they existed – which they probably don’t.

Good news though: IF they exist, an aluminium hat might help indeed…

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